Zu Beginn des Jahres 2026 kam es zu Veränderungen auf dem europäischen Photovoltaikmarkt. Die Modulpreise stiegen, die Strompreisvolatilität nahm zu und das Beschaffungstempo zog an, was zu Anpassungen bei der Projekt- und Beschaffungsentscheidung führte.
Inhaltsverzeichnis
- Modulpreise kehren in den Bereich von €0,1/Wp zurück
- Erweiterung des Schwankungsbereichs der Strompreise
- Beschaffungstempo für Module zieht an
1. Modulpreise kehren in den Bereich von €0,1/Wp zurück
Anfang 2026 stiegen die Preise für europäische Photovoltaikmodule. Laut dem pv.index-Bericht lagen die Preise für TOPCon, all-black und Back-Contact-Module bis Februar wieder über €0,1/Wp, mit einem Preis von etwa €0,109/Wp für das einseitige TOPCon-Modul – erstmals seit Frühjahr 2025. Von Januar bis Februar stiegen die Preise für die Haupttechnologien um etwa 7%-10%, was eine einheitliche Richtung zeigt.
Ein ähnlicher Trend zeigt sich im Spotmarkt. Laut pvXchange lagen die Preise für effiziente Module bei etwa €0,130/Wp, all-black bei etwa €0,145/Wp und für Mainstream-Produkte bei etwa €0,115/Wp, allesamt höher als im Vormonat. Preisänderungen konzentrieren sich auf den Bereich der mittel- bis hocheffizienten Produkte, wobei der Markt weiterhin auf Performance und Stabilität fokussiert bleibt.
Insgesamt zeigen die aktuellen Preise eine deutliche Erholung im Vergleich zum Tiefpunkt Mitte 2025. Der Handel zeigt, dass sich die Beschaffungsaktivitäten erholen und die Preise allmählich wieder in stabilere Bereiche zurückkehren.
Quelle: www.pvxchange.com
2. Erweiterung des Schwankungsbereichs der Strompreise
Im Gegensatz zu den stabilisierten Preisen für Solarmodule zeigte der europäische Strommarkt zu Beginn des Jahres 2026 deutlichere Schwankungen.
Laut den von Ember veröffentlichten Großhandelspreisdaten gab es in den letzten Monaten häufige Schwankungen in den wichtigsten Märkten wie Deutschland, Frankreich, Italien und Großbritannien. Tägliche Preisdifferenzen waren deutlich, mit einigen Zeiträumen, in denen die Preise über €100–€150/MWh lagen, während sie in Zeiten höheren erneuerbaren Energieoutputs signifikant zurückgingen und in einigen Märkten nahe den unteren Preisspannen liefen. Die Preisänderungen folgten keiner einheitlichen Richtung, sondern führten zu einer Erweiterung des Schwankungsbereichs.
Der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien macht die Strompreise wetterempfindlicher. Gaspreise und geopolitische Faktoren beeinflussen weiterhin die Bildung des Grenzstrompreises. Die Speicher- und Netzregulierungsfähigkeiten stimmen noch nicht vollständig mit dem Auslastungstempo überein, was die Preisunterschiede zwischen verschiedenen Zeiträumen verstärkt.
Neben den Strompreisschwankungen selbst hat diese Volatilität auch einen immer direkteren Einfluss auf den Energieverbrauch und die Beschaffungsentscheidungen.
Quelle: Adapted from Ember (based on ENTSO-E, LCCC, SEMOpx data)
Neben den Preis- und Strommarktfaktoren wird die Nachfrage nach dezentraler Photovoltaik weiterhin durch politische Maßnahmen verstärkt. In Deutschland haben einige Bundesländer bereits Anforderungen für die Installation von Photovoltaiksystemen auf den Dächern von Neubauten oder renovierten Gebäuden eingeführt, und im Bereich der gewerblichen und öffentlichen Gebäude wird dies immer klarer umgesetzt.
Obwohl noch keine landesweit verbindliche Regelung besteht, wird der politische Rahmen zunehmend ausgeweitet und bietet eine stabile Nachfragebasis für Dach-Photovoltaiksysteme, was die mittel- bis langfristigen Beschaffungsprognosen stützt.
3. Beschaffungstempo für Module zieht an
Laut Daten von sun.store lag der europäische Photovoltaik-Beschaffungsmanagerindex (PV PMI) im Februar 2026 bei 69 und hielt sich nunmehr zwei Monate in der Expansionszone.
Dieser Index basiert auf Umfragen unter Nutzern der Plattform und spiegelt hauptsächlich die Beschaffungserwartungen sowie die Marktsentiment wider. Mit der bevorstehenden Projektstartphase im Frühling haben einige Käufer bereits begonnen, ihre Einkäufe vorzuziehen.
Es ist wichtig zu beachten, dass dieser Index mehr kurzfristige Stimmung und Rhythmusveränderungen widerspiegelt und nicht immer mit dem tatsächlichen Anstieg der Endnachfrage korreliert. Angesichts von Schwankungen bei den Strompreisen, Unsicherheiten in der Lieferkette und sich ändernden politischen Erwartungen hat sich das Beschaffungstempo phasenweise vorgezogen, was zu einem anhaltend hohen Indexwert führt.
Die Veränderungen auf der Handelsebene sind deutlicher. Bei der Preisabfrage wurden neben dem Preis zunehmend auch Lieferzeiten und Bedingungen für verbindliche Bestellungen häufiger erwähnt. Die Diskrepanz zwischen Spot- und Terminbestellungen hat sich vergrößert, wobei einige Beschaffungsentscheidungen deutlich beschleunigt wurden.
Der Markt hat noch keine umfassenden Engpässe erlebt, aber die Schwierigkeit, Angebot und Nachfrage in Einklang zu bringen, hat aufgrund konzentrierter Nachfrage und Produktstrukturunterschieden zugenommen. In einigen Zeiträumen ist die Sicherheit, spezifische Modulspezifikationen zu erhalten, nicht mehr so hoch wie früher.
Insgesamt verlagert sich der Markt von einer "Bedarfsbeschaffung" hin zu einer "frühzeitigen Bindung", wobei die Verfügbarkeit zunehmend ein entscheidender Faktor für Beschaffungsentscheidungen wird.
Maysun Solar liefert dem europäischen Markt Photovoltaikmodule auf Basis von IBC Technologie, TOPCon Technologie und HJT Technologie für vielfältige Systemanwendungen. Wir unterstützen Partner bei der gezielten Auswahl von Modulklassen und Systemkonfigurationen entsprechend Marktbedingungen und Projektanforderungen.
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